Wie vermarktet man sein Buch: #3 Buchhändler

Wie vermarktet man sein Buch wendet sich heute der Thematik Buchhandel zu. Dein Buch ist geschrieben, erhält eine ISBN-Nummer und geht in den Druck. Nach Freigabe deines Werkes vom Verlag aus, wird das Buch in sämtlichen Katalogen, Datenbanken und Verkaufsportalen gelistet. Ab diesem Moment kann man das Buch käuflich erwerben. Aber es liegt nicht im Buchladen aus. Wie du das ändern kannst, zeigt dir der heutige Beitrag.

Wer kauft mein Buch, wenn die Existenz des Werkes nicht öffentlich sichtbar ist? Online kann man dein verlegtes Werk jetzt jederzeit bestellen, aber auch hierzu muss man schließlich wissen, dass es jemand geschrieben und für den Handel freigegeben hat. Ein paar Tipps können dir helfen.

  • Der Titel des Buches und die Eingruppierung in die verschiedenen zugehörigen Kategorien sind ausschlaggebend dafür, dass jemand das Buch z.B. bei Amazon unter einem eingegebenen Stichwort bzw. Suchwort findet. Wenn du dein Buch selbst verlegst, achte darauf, welche Kategorien du anklickst.
  • Aber auch das garantiert einem Autor noch lange keinen übermäßigen Absatz. Gerade für Autoren, die ihr Werk bei Selfpublishing-Verlagen in Auftrag gegeben haben, ist es schwierig, sich an obersten Positionen in der Rangliste der aufgerufenen Bücher nach Stichworteingabe zu halten oder dorthin gesetzt zu werden. Man wandert nur hoch, wenn man verkauft – aber man verkauft auch nur, wenn man unter den ersten der 25 oberen der Rangliste steht. Statistisch gesehen, scrollt ein Kunde nämlich nur bis zum 25. vorgegebenen Eintrag. Alles was danach folgt, ist für viele uninteressant, weil sie denken, dass es sich um nicht so geeignete Werke handelt, da sie ja weiter unten stehen. Man rutscht unter die ersten 25 Einträge, wenn das Buch bekannter ist und sich verkauft oder wenn man zahlreiche Rezensionen hat, die eine gute Beurteilung aufweisen. Die Katze beißt sich immer wieder in den Schwanz, nur allein durch Online Handel steigert man keinen Umsatz, wenn man nicht zu den Glücklichen gehört, die protegiert werden oder die irgendwie Glück haben, weil jemand zufällig auf sie aufmerksam geworden ist.
  • Die größte Aufmerksamkeit erhält ein Autor für sein Werk noch immer in der stationären Buchhandlung, am besten in einer Sortimentsbuchhandlung. Die größte, meint die mit den meisten Filialen deutschlandweit, ist die Thalia-Buchhandlung. Fast in jeder größeren Stadt kann man auf eine Filiale stoßen. Aber auch Weltbild, Hugendubel oder die Mayersche sind weit verbreitete Buchhandlungen. Der Onlinehandel boomt seit Jahren, aber beim Buchkauf gehen die meisten Kunden doch immer noch gern in Buchhandlungen und stöbern dort herum, fragen nach gesuchten Werken, blättern, lassen sich Bücher empfehlen und lesen hinein.
  • Für viele Leseratten ist der Ort der Buchhandlung ein besonderer Ort. Dort kann man sich meistens niederlassen, entspannen und lesen, sich informieren oder austauschen und – die neuesten Bücher des Marktes ansehen… und genau das ist es. Das Ansehen, das „in die Hand nehmen“ und schauen und blättern und erfahren. Erst wenn ein Buch es in eine Buchhandlung geschafft hat, wird einem Autor auch tatsächlich der Respekt gezollt, der ihm zusteht. Erst wenn ein Buch es in eine Buchhandlung geschafft hat, verkauft es sich auch entsprechend, da die interessierten Leser so darauf stoßen.
  • Geh mit einem Probeexemplar und einer gedruckten Informationskarte mit deinen Eckdaten und einer kleinen Beschreibung zum Buch in die Buchhandlungen deiner Umgebung. Klinkenputzen und Mund fusselig sind nun angesagt. Das fällt dir sicher am Anfang schwer, da du eine Hemmschwelle überschreiten muss. Bisher hast du nach Büchern gefragt, die du lesen wolltest. Nun möchtest du etwas anbieten, das fällt vielen schwer. Aber es lohnt sich, versuch es!
  • Such am besten die für dein Buch angesagte Abteilung aus und sprich eine/n Buchhändler/in an, halte ihr/ihm dein Buch unter die Nase und versuche sie/ihn davon zu überzeugen, dass mindestens ein Exemplar deines Buchs ins Regal gehört. Bitte ganz einfach um Erweiterung des Sortiments.
  • Fast alle Buchhändler sind freundlich und interessiert. Manche behalten das Probeexemplar, um hineinzulesen, manche wollen nur die Informationskarte bei sich behalten. Die eher kleineren Buchhandlungen lassen sich auf einen Versuch ein, bei Thalia hängt es vom jeweiligen Buchhändler der Abteilung ab (die meisten sortieren das Werk aber ins Regal ein), Hugendubel hingegen ist sehr zögerlich bei Selfpublishern.
  • Wenn du Glück hast und dein Buch den Nerv der Buchhandlung udn thematisch den Zeitgeist trifft, bietet man dir vielleicht auch eine Lesung an. Das kannst du definitiv als Jackpot betrachten.

Nun kann man nicht alle Buchhandlungen in Deutschland abfahren. Allerdings verfügt jede Buchhandlung mittlerweile über eine Website. Und auf dieser sind meistens in irgendeiner Kategorie die beschäftigten Buchhändler zu finden, die immer eine E-Mail-Adresse neben ihrem hübschen Bildchen stehen haben.

  • Für dich heißt es nach dem Klinkenputzen: E-Mails versenden und darum zu bitten, das Buch ins Sortiment aufzunehmen. Mit den großen Städten angefangen dauert dieses Unterfangen zwar mehrere Tage, aber es lohnt sich. Noch ein Tipp am Rande: bei einer Kette, wie Thalia, sollte man nicht nur der Hauptzentrale eine Anfrage schicken. Jede Region kann wohl für sich entscheiden, ob sie Werke ins stationäre Sortiment aufnimmt oder nicht.
buch - Louise Dav
Man vermarktet sein Buch unter anderem über das Auslegen der Werke im stationären Buchhandel. (Bild: Pixabay/Louise Dav) 

2 Gedanken zu „Wie vermarktet man sein Buch: #3 Buchhändler

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